Arbeitsbedingungen

Stimmt… da war ja noch ’nen Grund, warum ich hier bin … ;)

Was allerdings dann ein ernüchternder Schock war… die Arbeitsbedingungen hier im a-Buliding. Alter Schwede… jeder der mal bei uns gemeckert hat, das ja alles soooo schlecht ist, sollte mal hier arbeiten kommen. Wir sitzen hier mit 6 Leuten in einem Raum, der grade 3*6 m hat. Das ist mal grad so groß wie mein Büro zu Hause. Und nix mit großen Fenstern nach draussen. Die Fenster gehen hier nach innen. Was man ggf. nicht aufsuchen sollte, sind die Örtlichkeiten. *whooops*

Hab mir mal versucht hier einen Kaffee zu kochen und fälschlicher Weise eine Schranktür geöffnet. *WOW* Das Gesundheitsamt könnte mal eine Probe von der Innenseite der Türen nehmen, ich glaube da waren alle auf der Erde vorkommenden Schimmelarten angesiedelt. Unglaublich. Dann hab ich auch noch das falsche Wasser erwischt, und der Kaffee schmeckte nach einer Mischung aus Kaffee und Öl… lecker. :) Muss ich wohl noch was lernen.

So weit, so gut. Nett sind auch die Mittagspausen hier. Da wird ’ne gute Zeit die Arbeit komplett eingestellt, sich an zusammengestellte Schreibtische gesetzt und zusammen gegessen. Das Essen wird aus einer Garküche geholt, und ich hab bisher nicht rausgefunden, was es genau ist. Ich werd mich aber auch hüten, zu fragen. :) Zumindest ist immer ne Menge Reis dabei und es schmeckt. Und ich werde mit den Stäbchen auch immer besser. Als Running Gag haben wir hier abgemacht, das ich am Ende meines Aufenthaltes soweit bin, das ich es schaffe, mit den Stäbchen eine Fliege aus der Luft zu fangen. Na… Hauptsache, wir haben Spaß. :)

Shanghai #32

Shanghai #20Zu den Kollegen bleibt zu sagen, das sie wirklich sehr bemüht sind, alles richtig zu machen. Ohne etwas zu beschönigen stehen die seitens ihres Chefs schon ganz schön unter Druck und bekommen auch den ein oder anderen Einlauf, zumindest wie ich das an der Körpersprache und der Stimmung erahnen kann. Sei’s drum… vielleicht ist das auch ein „falsches“ Gefühl von mir.  Die Arbeitsweise scheint auf den ersten Blick chaotisch, ist aber meistens zielgerichtet. Was bewunderswert ist, ist die Tatsache, dass sie jede freie Minute nutzen, um sich weiterzubilden, rsp. sich „unsere“ Verfahrensweisen versuchen anzueignen.

Was man sehr spürt… sie fragen nicht gerne. Da ist eine große Hemmschwelle vorhanden, die zwar besser wird, aber immer noch zu spüren ist. Alleine die Tatsache, das sie z.B. keine TT’s weiterleiten, sondern versuchen solange etwas alleine zu lösen, bis es fast zu spät ist, muss ihnen noch „beigebracht“ werden. Keine Ahnung ob da eine Art „Gesichtsverlust“ hintersteckt, wenn sie mal eher fragen würden. Nur… das sollten und müssen sie noch lernen. Sie sind nicht alleine auf der Welt. :)

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