U-Bahn und Busse und Fahrstühle

Frei nach Alt-Kanzler Gerhard: „Da will ich rein. Ich will da rein.“

Wie gesagt, am besten und einfachsten kommt man mit der U-Bahn zum Fakemarket und auch wieder weg. Ist easy, mit der U-Bahn zu fahren, und wer zumindest Bielefelder Stadtbahn kennt, hat kaum Probleme. Klar… Erfahrungen mit der Metro oder der Tube sind von Vorteil, aber nicht Vorraussetzung :-).

Tickets bekommt man an Automaten, die auch auf englisch zu bedienen sind. Einfach per Touchscreen die Linie und dann die Station auswählen und Geld einwerfen, das war’s. Muss man nur drauf achten das man einen Automaten erwischt, der auch Scheine nimmt. Sonst steht man wie ich erstmal doof-dumm-bräsig davor, und versucht einen Schein in einen solchen einzuführen der keine Scheine nimmt. Aber… Obacht. Denn einen Scheineinführschlitz haben alle Automaten. :) Ich glaub das ist einfach eine weitere Stolperstelle, die die Chinesen für dumme Laoweis aufgestellt haben, um sich köstlich darüber zu amüsieren, dass ein junger, gutaussehnder Mann verucht einen Automaten mit einem Schein zu füttern, und kläglich daran scheitert. :-). Eine Fahrt kostet 2-4 Yuan, also praktisch nix. Auch die Beschilderung ist einfach und man findet sich gut zurecht.

So… bis hierhin macht U-Bahn fahren ja noch Spaß. Was dann allerdings kommt, spottet jeder Beschreibung. :-) Man stelle sich einen vollen Bahnsteig vor. Und voll meint voll in China. :-) Wo kommen die bloß alle her? Na..egal. Ok… ihr habt den vollen Bahnsteig noch vor Augen? Gut. Der Zug fährt ein, und man sieht… der ist auch nicht grade leer. Naja… ein paar steigen aus, ein paar steigen ein… wird also schon ok sein. Weiterhin muss man sich vorstellen, das der Bahnsteig von den Gleisen durch eine Art Glaswand abgeschirmt ist, in die in Abständen Schiebetüren eingelassen sind. Automatische. Immerhin. Nun schafft es der Zug, so zum halten zu kommen, dass die Zugtüren genau an den Bahnsteigtüren stehen. Gute Software würd ich sagen. (Und im übrigen find ich diese Glaswände bezüglich der Sicherheit an den Bahnsteigen gar nicht mal so schlecht.) Hat der Zug also gehalten, gehen beide Türen auf. Die Zugtüren und die Glaswandtüren. Und dann…. wird eingestiegen. Will heissen… die Traube, die auf dem Bahnsteig steht (Erinnerung: der war voll.), zwängt sich ohne Rücksicht auf Verluste in den Wagen. Da wollen welche aussteigen? Jo… sollen die mal sehen, wie die da raus kommen. Unglaublich. Ein Knäul von Menschen, die einen wollen rein in den Zug, die anderen raus, schieben und drängeln sich aneinander. Sowas von Geschiebe und Gedrücke hab ich (in einer U-Bahn :-) ) noch nicht erlebt.

So…man ist also im Zug. Irgendwie. Ob es alle rausgeschafft haben, kann ich gar nicht sagen, war mir auch egal, ich war ja drin. Aber schon schwant mir das nächste Unheil: Du musst hier ja auch raus. *whoops*  Und es kam wie es kommen sollte… ich bin nur mit „Ach und Krach“ an meiner Haltestelle aus dem Zug gekommen. tztztz. Bei den nächsten Fahrten hab ich dann zugesehen, das ich mich gleich an der Tür positionierte, um mich möglichst schnell in die Menschtraube an der nächsten Haltestelle zu stürzen. Hat dann auch gut geklappt.

Nach diesem Erlebniss hab ich mal mehr drauf geachtet. Und wirklich… die Chinesen steigen zuerst ein, bevor überhaupt ein andere ’ne Chance bekommt, auszusteigen. Am härtesten ist es bei Bussen. Mit 20 Mann auf eine Tür zu und rein. Der eine Bus fuhr schon an, da waren noch nichtmal alle drin, geschweige denn raus. :-) Zustände. tztz

Das gleiche kann man auch bei Fahrstühlen beobachten. Immer erst einsteigen. Da steht ein so’n People vor einem Fahrstuhl. Tür geht auf… und er macht schon den ersten Schritt, kommen so 10 Leute aus dem Fahrstuhl raus. Meinste, der hat mal nen Schritt an die Seite gemacht? Pah… Pustekuchen. Rein Rein Rein. Vielleicht fährt der Fahrstuhl ja ohne mich?Also.. wer auf „People-Rubbing“ ;-) steht, sollte mal während der Rushhour in Shanghai Bus fahren.  Ansonsten ist die U-Bahn sehr zu empfehlen. Günstiger als Taxi, und man entgeht dem Verkehrschaos oben auf der Straße.

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