Auf dem Weg nach Norden …

… oder „Waka-Waka eh eh“

Ausgeschlafen geht’s morgens erstmal zum IHOP, lecker frühstücken. Denn die inkludierten Frühstücke der Motels sind dann doch nicht so das Wahre. Kaffee, der den Namen so nicht verdient und ein Donut würde ich auch nicht so als kontinentales Frühstück bezeichnen. Der Kontinent, wo das als Frühstück gilt, muss wohl auch erst noch entdeckt werden. Also… geht man doch besser im IHOP, bei Denny’s oder im Waffel House frühstücken. Dort gibt’s Kaffee (der den Namen auch verdient) zum abwinken, Rührei, Pancakes und was man sonst noch so alles zum Frühstück essen mag. Wir „begnügen“ uns mit dem oben genannten, und Paul macht große Augen, als er die Mengen an Heinz Ketchup Flaschen sieht, die überall rumstehen. Ich hab mich dann gefragt, ob er auch nur mit Tomatenketchup als Frühstück zufrieden wär. Hmmm… vielleicht probier ich das mal aus. Zumindest hieß sein Frühstück dann „Ketchup mit Rührei“ und nicht umgekehrt.

Dann noch etwas einkaufen, gestern war da nicht wirklich mehr die Laune zu. Wir brauchten noch einen Cooler. Normalerweise lass ich die Dinger dann zum Ende der Reise immer da, aber diesmal haben wir einen gefunden, da überleg ich ob ich den nachher mitnehme. Wirklich mal praktisch. Mit einer, insich abgeschlossenen Tasche über der Kühlbox, in der auch mal Sachen kühl und vor allem trocken bleiben. Mit Eis befüllt hält so ein Cooler Getränke und Essen kalt und frisch. Und Eis gibt es an jeder Ecke oder man füllt es morgens in den Motels auf. Sehen die zwar nicht so gerne, aber… komm ich „hier“ nochmal hin?

Uhhh… und wir mussten natürlich einen Fußball kaufen. Damit wir „mal kicken“ können. Klar… bei 33°C im Schatten und gefühlten 263 % Luftfeuchtigkeit. Aber Lionel „Paul“ Messi hat sich irgendwie durchgesetzt. Mal sehen, ob er nachher noch kicken will.

Denn geht’s erstmal raus aus West Palm Beach, Richtung Jonathan Dickinson State Park. Paddeln. Sagte ich paddeln? Paddeln? PADDELN? Bei 33°C im Schatten und gefühlten 263 % Luftfeuchtigkeit? (Da kick ich doch lieber… )

Irgendwie war uns das doch zu heiß zu paddeln. Okokokokok … mir war das zu heiß, weil … ich hätte die ganze Zeit paddeln dürfen müssen. Es war aber kaum Überredungskunst von Nöten um vom Paddelboot auf einen Aussenborder umzusatteln. Und… das hat auch viel mehr Spaß gemacht, den Loxahatchee River mit so einem Boot zu erkunden. Musste mich erst etwas einfinden, weil das Boot erst nicht in die Richtung wollte, ich die ich gelenkt habe. Ich geb’s ja zu, das hat so ein paar Minuten gebraucht, bis ich das raus hatte. Und ich hab uns erstmal in den Mangroven an so einer kleinen Insel festgefahren. *whoops* Hat zum Glück keiner gesehen. Ausser mein kleiner Steuermann, aber dem hab ich versprochen nachher mit ihm zu kicken, wenn er nichts verrät.

Der Loxahatchee River schlängelt sich so durch den Park und wenn man gemütlich fährt, so richtig Gas gegeben haben wir erst auf der Rückfahrt, kann man sich die Umgebung anschauen und einiges entdecken. So ist es den scharfen Augen von Paul zu verdanken, das wir an einen, gemütlich an der Steuer- oder Backbordseite … also rechts …, vorbeipaddelnden Alligator entdeckt haben. Leider war zu dem Zeitpunkt die Kamera noch nicht einsatzbereit, deswegen muss das jetzt hier einfach mal so geglaubt werden. Der Gator war da. Wirklich.

Apropos Kamera … so wirklich Tolles gab es im JDSP nicht zu fotografieren. Einige Bilder hab ich hochgeladen, aber ich war in dieser Hinsicht doch etwas enttäuscht. Denke aber auch, das „diese“ Highlights in der  Folge noch kommen werden.

Auf Anweisung meines Steuermanns hab ich dann auf dem Rückweg mal so richtig Gas gegeben. Was natürlich dazu geführt hat, das die bestimmt vorhandenen Gators das Weite gesucht haben. Paulchen konnte aber relaxed seine Version von „Waka-Waka“ in die Welt singen.

Im übrigen ist es nicht „Wavin‘ Flag“, welches dauernd im Auto läuft, sondern „Waka-Waka“.

Und so tanzen wie Shakira kann ich auch schon. Fast.

Nach der Bootstour sind wir dann Richtung Cocoa Beach aufgebrochen. Von der Tour gibt’s eigentlich nicht viel zu berichten. Absolut entspanntes Cruisen auf der Interstate 95. Ich mag das Autofahren hier. Das ist so entspannend. Alle deutschen Autobahn-Choleriker … mal ein paar Tage hier Autofahren. Das hilft. Wirklich.

In Satellite Beach dann ein Kaffee-und-Kuchen-Stop am Starbucks. („A Place like Home.“ Immer noch. Egal ob hier, in NYC oder Shanghai.) Dort erregte Pauls T-Shirt mit der Aufschrift

Sleep is my only homework,
and I wish I had more of it

bei einigen Polizisten aufsehen, die dort ebenfalls Siesta … äh… ein Meeting hatten.

Angekommen in Cocoa Beach sind wir noch an den Strand … kicken. Nach einer guten Stunde hatten wir aber keine Lust mehr. Paniert vom feinen Sand sind wir wieder ins Motel und haben den Abend mit schauen der U20-Frauen-WM in Deutschland („Waka-Waka“) ausklingen lassen. Ich kann keinen Fußball mehr sehen, aber irgendwie scheint es hier so, das irgendein Sender immer irgendein Fußballspiel zeigt. *Arghhhhh*. Immerhin… keine Vuvuzelas und USA hat 4 oder 5 Tore gegen die Schweiz geschossen.

Morgen geht’s weiter zum Kennedy Space Center.

6 thoughts on “Auf dem Weg nach Norden …

  1. Hört sich doch alles gut an…lach mich immer wieder kaputt, über Deine Wortwahl…lustig lustig lustig….Hoffe, es geht Euch weiterhin gut und bin auf die nächsten Berichte gespannt..;o)LGTanja

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