Dr. House (?) …

Es ist nicht Lupus.

Was wünscht man sich auf so einer Reise nicht? Na? Klar… das niemand krank wird. Aber, wir kennen nun alle Murphy und der hat ja doch so manches mal recht.

Paul hat Ohrenschmerzen. *Autsch*

Erst hatten wir versucht das über einen Tag mit einem Mittel aus der Apotheke und warmen Wickeln zu beheben, aber da er immer mal wieder über Schmerzen klagte, konnte ich ihn zu einem Arztbesuch überreden. Ok, überreden hies, ich hab ihn hingeschleppt. Mehr oder weniger. Aber bevor das schlimmer wird oder er weiter Schmerzen hat, war das die richtige Entscheidung.

Jetzt find mal eben einen Arzt. In D rufst Du wen an und fragst. Hier … kenn ich keinen. Hatte mich aber im Vorfeld informiert, zumal mir das amerikanische Gesundheitssystem noch nicht ganz so geheuer ist. Und zum Glück hat auch der TomTom solche Adressen gespeichert. Man muss also auch mal Glück haben. Also flugs die Adresse einer „Centra Care“-Einrichtung eingegeben und angesteuert.

Keine Ahnung, wie man diese „Centra Cares“ beschreiben kann oder soll. Sind nicht direkt Krankenhäuser, aber auch keine Arztpraxen wie in Deutschland. Man kann dort hingehen mit ganz normalen „Beschwerden“ wie Husten oder eben Ohrenschmerzen und man „wird geholfen“. Zum Glück. Und wir durften uns ja auch wie Privatpatienten fühlen. Die Kreditkarte öffnet da schnell Türen. Sauber. Ich hoffe, die vor dem Urlaub abgeschlossene Versicherung übernimmt das auch.

Das „Lustige“ an der Aktion war … der Doc hieß wirklich Gregory. Allerdings nicht House sondern Ho mit Nachnamen. Aber immerhin.

Nachdem ich noch die persönlichen Daten von Paulchen und seiner Krankengeschichte in einen PC eingeben durfte, wurde Paul von einer netten Schwester (leider >60kg ;) ) voruntersucht. Blutdruck, Wiegen, Temperatur messen. Das Übliche halt. Danach wurden wir in ein Behandlungszimmer geführt. Nett … mit Fernseher. So konnten wir erstmal ne Runde iCarly auf Nick schauen. War aber eine Folge, die Paul schon bei uns gesehen hatte. War aber ok für ihn.

Dann kam Ph.D. Greg Ho und stellte erstmal fest… „It isn’t Lupus.“. Uhhhh… nein.. Spaß. Er hat Paulchen untersucht und der war ganz tapfer und hat meine Simultanübersetzungen gut umgesetzt. Da zahlen sich 14 Staffeln ER und 4 Staffeln House mal wirklich aus, finde ich. Wir haben dann Tropfen bekommen, und ein Rezept für diese Tropfen und wurden dann (fast) entlassen.

Fast … weil ich erst noch meinen Verpflichtungen als exklusiver Privatpatient nachkommen musste. Der Doc hat 280$ gekostet, was ich ja noch ok finde und nachvollziehen kann. Dann mussten wir noch das Rezept für die Tropfen einlösen und mussten dafür mal eben schlappe 70$ auf den Tisch legen. *whoops* Teures Vergnügen für Amerikaner, krank zu sein.

Aber die Tropfen scheinen zu wirken, Paul schnorchelt hier so vor sich hin. Müssen das Ohr jetzt noch ein paar Tage beträufeln, aber das wird schon.

Anekdote am Rande:

In Miami gibt es jetzt eine Bahnhofstrasse.

Man muss, wie beschrieben, im Vorfeld die persönlichen Daten in einen PC eingeben. Unter anderem auch die PLZ oder den Zip-Code. Das Programm im Hintergrund scheint nur diese PLZ auszuwerten und schert sich nicht um das Land oder die Stadt. Die Adresse von uns lautet jetzt also:

Bahnhofstr.
33161 Miami

Und… diese PLZ oder Zip gibt es in Miami wirklich. Das mal cool.

4 thoughts on “Dr. House (?) …

  1. Ist Paul wieder gesund?Schön aufpassen!Bei den Amis weiß man nie (naja, bei chinesischer Medizin ist das ja nochmal ne Spur härter, aber für die Erläuterungen müsste ich nen eigenen Block eröffnen…) – die nehmen doch i.d.R. „Paine Killer“ also nach dem Motto „schön das Wehwehchen betäuben, aber von Heilung keine Spur“. Naja, wenn bei mir jeder Krankheitstag unbezahlt bliebe, wer weiß…Wie dem auch sei, nicht dass der Paule Mann nicht richtig gesund wird!!!

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