Welcome to NYC

Jetzt bin ich ein Amerikaner. Aber die Zuckergußseite. Natürlich. :)

Es ist (immer) wie eine andere Welt. Warum sind die Amerikaner schon am Immigrationschalter so nett, relaxed  und freundlich? Man fühlt sich „Willkommen“. Vor Stunden noch einem griesgrämigen Bundespolizisten meinen Pass gezeigt, der weder einen netten „Guten Morgen“ noch „einen guten Flug“ für die Abreisenden, mich eingeschlossen übrig hatte, erlebe ich, wie eigentlich immer, eine komplett andere Grundfreundlichkeit. Mit dem Immigrationofficer scherze ich noch über die letzten Bilder, die bei jeder Einreise in die USA von einem gemacht werden. „Ich hätte mich ja nicht groß verändert.“, meint er. Nun ja, von August bis heute ist ja auch noch nicht soviel Zeit vergangen. Ob sie alle meine Bilder der letzten Jahre speichern würden, frag ich ihn. Er bejaht das und nuschelt was von „Lifetime“. Ich nehme mal an, dass sollte heissen, dass sie die Bilder für immer speichern. Wenn ich in ein paar Jahren mal sehen möchte, wie ich mich über die Jahre verändert habe, ruf ich die Border Control an. ;)

Auch am Zoll ist es entspannt und freundlich. Selbst der Cop, der schwer bewaffnet dabei steht, wünscht freundlich einen angenehmen Aufenthalt. Man fühlt sich wie gesagt, irgendend wie „Willkommen“. Wie immer, schön.

So komm ich also nach gut 8 einhalb Stunden normalem Flug an. Singapore Airlines ist ok, gut und solide. Passt schon. Und man darf 2*23kg Gepäck mitnehmen.

Als Erstes mal gleich raus aus dem Terminal, frische Luft schnappen. Ok… nur solange, bis die erste Zigarette, nach über 11 Stunden Abstinenz, angezündet ist. ;) Mal sehen, ob ich es nicht doch schaffe aufzuhören. Ziele braucht der Mensch. Und schon „passiert“ die nächste zwanglose Geschichte. Muss wieder an heute morgen denken. Ähnliche Situation: Vor dem Terminal wird eine letzte Zigarette geraucht. Am „Raucherpunkt“ (ich fühl mich immer etwas diskriminieret dort ;)) stehen zwei, drei Leute rum. Es wird nicht ein Wort gewechselt, jeder schaut in eine andere Richtung. Bloß nicht zwanglos dummes Zeug reden. Oder so. Hier vor Terminal 4 ist ebenfalls eine Insel für Süchtige installiert. Wirklich wieder vollkommen zwanglos grinst er mich an, und sagt das solche Zigaretten nach einem Flug immer die Besten wären. Kann ich bestätigen und entwickelt sich ein lockeres Gespräch, in dem er erfährt, dass ich grad aus Frankfurt komme. Ich wiederum erfahre, dass er in Phoenix, Arizona lebt und gleich nach London fliegt. Wie scherzen noch etwas über die Hitze („heat, dry heat“ :)) in Phoenix und er wünscht mir einen guten Aufenthalt und „Have fun“ und ich ihm einen guten Flug. Ich mein, diesen Menschen sehe ich wohl nie mehr wieder im Leben, und trotzdem hat man das Gefühl das Gespräch so belanglos es war, hat beiden etwas gebracht. Ich fand’s gut.

Hm… eigentlich hatte ich erwartet oder gedacht, dass es diesmal etwas besonderes ist hier anzukommen. Konnte ich jetzt aber nicht feststellen. Kommt vielleicht noch.

 

 

7 thoughts on “Welcome to NYC

  1. Perfekt, ist ja wirklich alles super gelaufen. Dann einen tollen Start in NYC, ich warte auf regelmäßige Berichte ;-)

  2. same here
    Immer schön fleißig posten aber so wie wir dich kennen, bist du ja nicht der introvertierteste auf dieser Welt. ;)

  3. 1. Singapore Airlines nur „OK“??? Erzähl mir nicht, dir wäre nicht aufgefallen, dass die die hübschesten Flugbegleiterinnen hätten?

    2. Warum lebst du nicht in Phoenix? Da kann man viel besser golfen.

    3. Zwanglos anquatschen scheint ja schon gut zu klappen. Und nächstes mal mit ner Frau… ;-)

    4. Packers!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Haha, oh, wie gut ich das kenne, in New York, überladen mit Gepäck, wird einem von JEDEM geholfen oder zumindest wird das eigene Erscheinungsbild kommentiert… Am Flughafen ist auch noch alles super, alle nett und freundlich, im Flieger… naja, kommt auf die Airline an, da fängt das dann so langsam an… in Deutschland gelandet boooooooooooom, andere Welt… die Gravitation scheint hier so stark zu sein, dass die Mesnchen es nicht schaffen, ihre Mundwinkel ein paar Milimeter nach oben zu bewegen, jeder trägt Scheuklappen und ist nur auf sich selbst und seine Belongings fixiert… Ich will zurück nach New York =(

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