Mais. Das Zuckerrohr Amerikas

av
So, Geschichte ist vorbei. Denke, dass sollte jetzt auch reichen. Heute morgen waren wir erst noch auf dem Soldatenfriedhof in Arlington und am Iwo Jima Denkmal. Das aber auch nur, weil das Denkmal eben auf dem Weg lag. Arlington war aber eingeplant und beeindruckend. 320.000 Gräber gefallener Soldaten, einige Präsidenten, und andere Persönlichkeiten, resp. Mahnmale für verdiente Amerikaner wie z.B. die Besatzung der Challenger, bekommen von uns die nötige Aufmerksamkeit. Wie vieles in DC ist der Eintritt auch hier frei. Einzig 2$ für’s Parken müssen bezahlt werden. Ein beliebter Anlaufpunkt ist das Grab von J.F. Kennedy, der zusammen mit seiner Frau und dem ersten(?) Kind begraben liegt. Hier soll wohl jeder (Amerikaner) mal gewesen sein. Ein weiterer Anlaufpunkt ist das „Grab des unbekannten Soldaten“, vor dem, zu den Öffnungszeiten des Friedhofes, ein Soldat Wache schiebt und alle paar Minuten seine Exerzierübungen macht. Das Areal ist beeindruckend groß, 320.000 Gräber müssen ja auch irgendwie untergebracht werden. Welche Kriterien man heute allerdings erfüllen muss oder sollte, um dort beerdigt zu werden, können wir nicht in Erfahrung bringen.

20110818-103504.jpg

av
Gut zwei Stunden später besuchen wir Gettysburg. Hier hat während des Bürgerkrieges durch Zufall eine, oder die größte Schlacht zwischen Nord und Süd stattgefunden, die nach 3 Tagen für den Norden entschieden wurde und eine Wende im Bürgerkrieg brachte. Das gesamte Schlachtfeld kann man mit dem Auto in einem Rundkurs abfahren. An wichtigen Punkten stehen Hinweistafeln und diverse Denkmäler. Wir beschränken uns auf den südlichen Teil des Parks. Das soll wohl reichen, denn so richtig hyper interessant ist es jetzt nicht. Wenn man die Geschichtsdoku „Gettysburg“ kennt, ist es wohl etwas einleuchtender und besser zu verstehen. Man sollte aber schon sehr an amerikanischer Geschichte interessiert sein, wenn man den ganzen Park besichtigen will. Oder man fährt zu der jährlichen Veranstaltung, in der die Schlacht nachgestellt wird. So kann ich nur sagen: Zum Glück lag es auf dem Weg.

Auf dem Weg nach Pittsburgh, wo wir allerdings nur Zwischenstation auf dem Weg nach Michigan machen. Der Weg dorthin, wir vermeiden wieder zum größten Teil die Interstate, führt uns im nördlichen Maryland und auch in Pennsylvania wieder durch eine landschaftlich reizvolle Gegend, die hauptsächlich für den Maisanbau genutzt wird. Yanni meint, das wären die größten Maisfelder, die er jemals gesehen hätte, und ich glaube ihm, als er erklärt, welchen Aufwand man hat, diese Felder zu mähen. Unterwegs sehen wir ein paar Amisch-Höfe und überlegen uns, dass es noch ein größerer Aufwand sein muss, diese Felder ohne maschinelle Hilfe zu bestellen. Auf Yans Frage hin, was denn wohl mit dem ganzen Mais passiert, kann ich mal wieder glänzen und den Jungs erklären, dass aus dem Mais hier größtenteils Zucker gewonnen wird. Der „High Fructose Corn Syrup“, welcher hier in fast jedem Lebensmittel enthalten ist. Zuckerrüben oder Zuckerrohr sind hier nicht sehr verbietet und der „günstige“ Zucker kommt eben aus dem Mais. So sind z.B. Cola und Co. nicht mit Zucker versüßt, sondern mit dem „Corn Syrup“, da der hier wesentlich günstiger ist, als Zucker. Das führt unter anderem dazu, dass die Cola oder Pepsi etwas anders schmeckt, als in Europa.

Mit am meisten Spaß hatten wir heute mit Paulchen. Über die Pommes-Geschichte hatte ja ich schon geschrieben, und besorgten Lesern sei gesagt, er ist nicht geplatzt. Und dann versucht er zurzeit immer „La Cucaracha“ von der Dance-CD mitzusingen. Yan und ich arbeiten grade an einem Plan, wie wir das mal filmen können. Das wird der Hammer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.