VFW 200

So ein Glück hätte ich auch gerne gehabt: Gleich bei ihrem ersten NASCAR Rennen bekommen die beiden Jungs alles geboten, was so passieren kann: Aufregende Double-File Restarts, einen spektakulären Dreher direkt vor uns, zwei heftige Crashs und ein Green-White-Checkered Finale. Awesome.

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Der Michigan international Speedway (MIS) liegt mitten in der Pampa. Nicht das Michigan, bis auf Ballungsgebiete wie Detroit oder Lansing, dicht besiedelt wär, hier herum ist noch weniger los. Als wir die Rennstrecke erreichen, hört man schon das Donnern der Cup Wagen, die ihr letztes Training absolvieren. Karten für heute hatten wir noch nicht, ist aber kein Problem, da es sich bei einem Truck Rennen quasi um die dritte Liga der NASCAR handelt. Die Rennen sind aber nicht wenig spannend als Nationwide oder Cup Rennen. Paulchen kommt gar kostenlos, Yan für die Hälfte des Eintrittspreises rein. So bezahlen wir nur 45$ und ich trauer ein wenig über die Ticketpreise von morgen. Egal. Wir bekommen sehr gute Plätze nahe Turn 3 und Boxengasseneinfahrt.

Die Jungs können es gar nicht erwarten, zur Strecke zu kommen. Unter den Tribünen herrscht ein infernalischer Sound, wenn die Wagen draußen auf der Strecke vorbeikommen. Durch die Stahlkonstruktion wird das Dröhnen noch verstärkt, und Paul bekommt seinen Mund gar nicht mehr zu. Man muss sich quasi anschreien, um sich überhaupt verständigen zu können. Wir sitzen zwar weit oben, aber ich möchte den beiden zuerst die Strecke ganz nah von unten zeigen. Der MIS kommt mir da zu Hilfe: Man kommt bis auf wenige Meter, an den Sicherheitszaun heran. Die Wagen fahren dann, wenn sie nah an der Wand fahren, direkt an einem vorbei, wobei man den Luftzug als leichten Schlag spürt, wenn ein Wagen vorbei rast. Sehr geiles Feeling, und beide sind begeistert. Yanni meint nur: „Hammer!“ und Paulchen hat den Mund immer noch offen. Natürlich haben beide ihre Micky Mäuse auf, aber selbst dadurch ist der Sound so nah an den Autos gut zu hören und das Dröhnen der 8-Zylinder ist eh körperlich spürbar.

Oben auf unseren Plätzen angekommen, kriegen die beiden sich gar nicht mehr ein. „Super, Hammergeil, boh das geht ab …“ dabei waren das „nur“ ein paar Trainingsrunden der Cup Wagen. Was kommt da erst morgen, beim großen Rennen? :)

Das Truck Rennen ist sehr spannend und gleich nach 9 Runden gibt es den ersten Zwischenfall direkt vor unseren Augen: Die 22 dreht sich, angestoßen von der 9, spektakulär von der Strecke über den Rasen. Yan hat das super eingefangen. Im übrigen sind alle Rennbilder von ihm, und stehen auf seinem Flickr-Account.

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Zum Ende des Rennens gibt es noch zwei heftigere Multi-Car-Crashes die beide glimpflich verlaufen, aber für einige Aufregung sorgen. 5 Runden vor Schluss wird das Rennen wieder freigegeben, aber sofort wieder mit Gelb unterbrochen, da ein Reifen verloren geht. So kommt es zu einem G-W-C Finale, bei dem zum Glück nichts Heftiges mehr passiert und durch Kevin Harvick gewonnen wird. Nicht mein bevorzugter Fahrer, aber da Kyle Bush in der 69 Runde durch einen Motorschaden ausgefallen ist, schon ok, da er das gesamte Rennen mit vorne lag. Süß von Paul, dass er mich nach dem Ausfall von Kyle Bush „getröstet“ hat, da ja „mein“ Fahrer ausgefallen ist.

Morgen folgt das Rennen der großen Jungs und die Tipps hier im Motel lauten: Kyle Busch oder Junior oder Tony Stewart. Mal sehen, wird auf jeden Fall spannend, da der Chase immer näher rückt, und grade Junior und Tony Stewart noch Punkte gebrauchen können.

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