Keine Hamster zu kaufen

Irgendwie hab ich das mit den Hamsterkäufen wohl falsch verstanden. Es gab nirgendwo Hamster zu kaufen. Hmmm?

Auch sonst ist oder war die Einkaufsituation hier in Mineola/Williston Park recht entspannt. Es war zwar mehr los als sonst, aber von absolut leeren Regalen oder chaotischen Zuständen kann ich nichts berichten. Das einizge was leer war, war ein Wurstregal. Da gab es nicht mehr viel zu kaufen. Hier mal der dramatische Fotobeweis:

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Auch gab es noch überall genug Wasser zu kaufen. In einigen Blogs kann man lesen und auch sehen, dass es lange Schlangen vor Supermärkten und an Tankstellen gibt. Hier in unserem Gebiet, wie gesagt, nicht. Man muss das Ganze für uns vielleicht auch etwas relativieren, denke ich, ohne die Situation herunter zu spielen. Ich erwarte schon, dass wir über ein paar mehr Stunden sehr heftiges Wetter mit viel Wind und noch mehr Regen haben werden. Die ersten Ausläufer werden wir hier heute Abend so ab 22:00 Uhr Ortszeit haben, morgen früh ab 08:00 Uhr wird dann der eigentliche Hurricane erwartet. Für jeden den es interessiert, hier mal die Tracking Map der NYT. Wird von mir beobachtet, ob sich was an den Zeiten und der Situation ändert.

Etwas zu den Evakuierungen: In ein paar Telefonaten wurde ich gefragt, ob wir auch evakuiert werden müssen oder/und in wie weit diese Evakuierungen ein Indikator für die Gefährlichkeit des Sturmes sind. Zum einen: Wir müssen nicht evakuiert werden. Und hier in der näheren Umgebung werden auch keinen Scheiben verbarrikadiert, wie teilweise in den Nachrichten zu sehen. Diese Vorsichtsmaßnahmen werden hauptsächlich in sehr küstennahen Gebieten gemacht, wo sie uU auch sinnvoll erscheinen. Desweiteren sind die übrigen Evakuierungen, von denen in den Medien berichtet wird, sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen und es handelt sich ausschliesslich um tiefer liegende Gebiete im Großraum New York. Hier mal eine Übersicht über die Evakuierungszonen:

Die roten Gebiete (Zone A) und Teile der südlichen orangen Gebiete (Zone B) sind aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Hintergrund der Evakuierung ist zum einen der Zeitpunkt, wann Irene hier eintreffen soll. Sonntag Morgen gegen 08:00 Uhr Ortszeit ist unglücklicherweise auch zeitgleich der Fluthöchststand zu erwarten. So rechnet man hier mit der Überflutung von Seeseite aus. Die wäre zwar auch bei Ebbe gegeben, aber eine Sturmflut ist gefährlicher, zumal der Sturm sich gegen den Uhrzeiger dreht und somit das Wasser in das Land drückt. Zu den Zahlen: 300.000+ Menschen zu evakuieren ist schon heftig und dramatisch, sollte aber auch in Relation zu ca. 9.000.000 Menschen in NYC, und ca. 19.000.000 Menschen im weiteren Umfeld gesetzt werden.

Wie gesagt, ich erwarte schon sehr heftiges Wetter, aber die Jungs und ich sind vorbereitet. Das wir einen Stromausfall haben können, kann schon passieren. Ich kann auch nicht ausschliessen, dass sich irgend etwas draußen im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöst, aber das sind alles erst mal nur Gedankenspiele, die einen jetzt nicht weiterbringen. Reagieren wir dann, wenn wir reagieren müssen. Vorerst beobachten wir die Situation, freuen uns auf ein spannendes NASCAR Rennen in Bristol und machen es uns so gemütlich wie eben möglich. Im übrigen denke ich, das ich heute Nacht nicht sehr viel Schlaf finden werde, je nachdem, wie sich die Situation entwickelt.

To be continued …

 

4 thoughts on “Keine Hamster zu kaufen

  1. Der stop&shop hier an der mall hatte gestern abend kein stilles Wasser mehr. Zum Glück war „mein“ Wasser mit Kohlensäure noch da. Das scheinen die Amis wohl nicht zu mögen.
    Erst das Erdbeben jetzt der Hurrikan, es gibt auf Long Island nicht zufällig noch einen schlummernden Vulkan. ;-)

    • Heute morgen, so gegen 11, hatten sie wieder Wasser: Gallonen, 12er und 24er en masse. Stand zwar alles etwas kreuz und quer auf Paletten, hat aber nicht gestört.
      Das mit dem Vulkan ist erst für nächtes Jahr geplant. ;)

    • Allerdings, meine Verwandten aus den USA waren bei uns zu Besuch und haben das sprudelnde Mineralwasser beinahe wieder ausgespuckt als sie es tranken.
      In den USA scheint das sehr ungewöhnlich zu sein, Wasser mit Kohlensäure zu versetzen.

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