Back at the Monster

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Das dritte Rennen des Chase steht bevor. Die ersten beiden Rennen konnte Tony Stewart gewinnen, der somit auch in der Gesamtwertung führt. Aber deswegen ist der Chase noch lange nicht entschieden, da kann noch viel passieren und es bleibt weiterhin spannend.

Ein paar Worte zum Chase: Anders als in anderen Rennserien, gibt im Sprint Cup so was wie ein Playoff. Die gesamte Saison besteht aus 36 Rennen und geht von Mitte Februar bis Mitte November. Beginn der Saison ist die Speedweek Mitte Februar in Daytona Beach, wo mit dem Daytona 500 die Saison eingeläutet wird. Das Abschlussrennen Mitte November findet immer in Homestead, Florida statt. dazwischen tourt der gesamte NASCAR-Zirkus durch das ganze Land und fährt in den unterschiedlichsten Städten. Dabei werden einige Rennstrecken zweimal gefahren. Zum Glück auch die Monster Mile in Dover. In den ersten 26 Rennen der Saison geht es mit darum, die 12 Fahrer zu ermitteln, die in den Chase kommen. Man muss also unter den ersten 12 Fahrern sein, um eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben. Eigentlich sollte man mindestens 10ter sein, weil die Plätze 11 und 12 nach einer Art Wild Card Berechnung vergeben werden, das soll aber jetzt mal egal sein.

Nach dem 26 Rennen werden die Punkte der ersten 12 Fahrer nivelliert. Sie werden zwar nicht auf Null gesetzt, die Platzierung bis zum 26ten Rennen wird mit berücksichtigt, aber zumindest angeglichen. So erhält z.B. der Erste nach 26 Rennen 43 Punkte, der Zweite 41 und so weiter. Die Leistungen in den anderen Rennen werden so honoriert. Trotzdem liegen die ersten 12 Fahrer in den Punkten sehr nahe beieinander. Selbst der Fahrer auf Platz 12 hat ein realistische Chance, den Sprint Cup für sich zu entscheiden.

Die letzten 10 Rennen gelten als „Chase for the Cup“ und bieten aus mehreren Gründen dementsprechend spannende Rennen. Zum einen wird das Feld der Fahrer natürlich nicht reduziert. Es starten weiterhin 43 Autos in einem Rennen, und jeder Fahrer versucht für sich ein Rennen zu gewinnen. Immerhin geht es pro Rennen um Preisgelder um eine Million Dollar. Die Fahrer die im Chase sind, fahren natürlich im Feld mit und es gelten die gleichen Rennbedingungen, wie bei allen anderen Rennen. So kann es schon sein, dass ein Chase-Fahrer ein schlechtes Qualifying hingelegt hat, und von hinten starten muss. Um dann möglichst viele Punkte zu erfahren, muss er sich erst mal durch’s Feld kämpfen.

Es gibt bei den Chase-Rennen praktisch (oder doch theoretisch?) zwei Rennen in einem: Einmal das Rennen um den Sieg, und dann das Rennen der Chase-Fahrer untereinander. So kann es aus taktischen Gründen besser sein, auf „Ankommen“ zu fahren, anstatt auf „Sieg“. Getreu dem Satz: „You have to finish first, to finish first.“

Jetzt könnte man sagen: „Eh, wie doof. Warum fahren die anderen denn dann noch mit?“ Zum einen geht es, wie oben schon erwähnt, um ein Batzen Preisgeld pro Rennen und dann auch für die Platzierung am Ende der Saison, zum anderen hat es meines Erachtens der amerikanische Sport verstanden, dass das Ganze als Entertainment zu verstehen ist. Nicht nur der NASCAR Sport, sondern auch alle anderen Sportarten wie Football, Baseball oder Basketball. Ich, als Zuschauer, möchte bestmöglich unterhalten werden. Und ein volles Fahrerfeld, wo die einzelnen Fahrer noch für sich fahren, bietet natürlich mehr Spannung, als wenn z.B. nur die ersten 12 das unter sich ausfahren würden. Hier steht wirklich erst am Ende der Saison fest, wer gewinnt. und nicht schon 5 Rennen oder 8 Spieltage vorher. Das macht den Sport hier aus, und bindet m.E. auch die Zuschauer.

Diese WE steht also das Herbstrennen in Dover auf der Monster Mile an. Das AAA 400 wird „uns“ morgen über 400 Meilen = 400 Runden auf einem der schnellsten 1-Meilen-Ovalen führen. Zwei Mal im Jahr steht Dover also ganz im Zeichen von NASCAR. Mit das besondere an der Monster Mile: Die Rennstrecke liegt mitten in der Stadt. Andere Rennstrecken, wie z.B. Michigan, New Hampshire und Talladega liegen ein gutes Stück ausserhalb der Städte. Das verspricht gute und einfache Wege, so kann ich gleich ganz entspannt zur Strecke rüberlaufen. Heute steht neben der Qualifikation noch das Nationwide Rennen an, welches mindestens genauso spannend wird. Hoffe ich mal.

… to be continued.

One thought on “Back at the Monster

  1. Na dann wünsche ich dir viel Spaß und ein gutes Rennen.
    Kannst mich ja auf dem Laufenden halten. Bin ja eh wach.

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