Klapperschlangen

Klapperschlangen?

… haben wir am Devils Tower (leider) keine gesehen. Obwohl überall Schilder rumstanden, man solle doch möglichst den Weg nicht verlassen und auf Klapperschlangen acht geben. Da wir aus dem Bio-Unterricht und von den Swamp-People auf Discovery Channel wissen, dass sich Klapperschlangen liebend gern unter Steinen verstecken, haben wir Paulchen vor einige der Steine gehockt, und ihn ein, am linken Hinterlauf verletztes, Wildkanninchen nachahmen lassen. Um so eine Klapperschlange unter einem Stein hervorzulocken. Hat aber nicht geklappt. Vielleicht auch besser so. Aber ich muss zugeben, als Aufmacher machen Klapperschlangen einen guten Eindruck.

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Der Devils Tower ist schon von weitem zu sehen. Mit seinen über 250 Metern und dem charakteristischen Aussehen ragt er weit sichtbar in den Himmel. Der Devils Tower ist ein Monolith und war unter anderem zentraler Ort für den Spielbergklassiker „Die unheimliche Begegnung der dritten Art.“ Die Prärieindianer, allen voran die Sioux, Lakota und Cheyenne sehen im Devils Tower einen heiligen Ort. Dort soll ein heiliger Grizzlybär leben.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Indianer es nicht so prall finden, dass es viele Kletterer gibt, die ihren heiligen Berg besteigen. Yan und ich können das gut nachvollziehen. Stell mal vor, der Kölner Dom oder der Petersdom würde von Fassadenkletterern bestiegen. Was dann wohl los wär? Aber hier, am Devils Tower scheint sich darüber niemand Gedanken zu machen. Ist es Ignoranz? „Was gehen mich/uns eine heilige Stätte von Indianern an?“ Nun ja, muss wohl jeder selbst wissen was und wie er was macht.

Wir jedenfalls respektieren den heiligen Status des Devils Tower und seine bunten Gebetsbänder die an vielen Bäumen rund um den Devils Tower hängen und schauen nur. Der Rundweg um den Tower lässt sich leicht bewältigen, auch wenn Paul nach der Hälfte etwas schlapp ausschaut. Kann aber auch an der aufregenden Suche nach den Klapperschlangen gelegen haben.

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Vom Devils Tower fahren wir durch den Spearfish Canyon Richtung Deadwood. Der Spearfish Canyon ist mit Sicherheit eine landschaftliche Augenweide, wenn es nicht grade aus Kübeln gießt. Deadwood ist eine Westernstadt, in der Calamity Jane und Wild Bill Hickock gelebt haben. Wild Bill Hickock ist hier auch gestorben, nachdem er beim Pokerspiel hinterrücks erschossen worden ist. Irgendwie dumm gelaufen. Die Geschichte sagt, dass er an seinem Todestag das einzige Mal in seinem Leben, und somit auch das letzte Mal, nicht mit dem Rücken zur Wand gesessen hat. Das hat den Schützen wohl verleitet, ihn in den Rücken zu schießen. Das eigentliche Pokerspiel hatte angeblich mit der Schießerei nichts zu tun. Hmmm … vielleicht hatte Wild Bill Hickock ein Straßenschild auf dem Rücken? Wer weiß. Vielleicht noch interessant für die mitlesenden Pokerspieler: Zu seinem Tod hatte Wild Bill zwei Asse und zwei Achten auf der Hand. Seitdem heißt diese Hand, Dead Man’s Hand.

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Leider stellt sich Deadwood als Enttäuschung heraus. Ok, die Fassaden der Main Street sind auf alt gemacht und man kann, wenn man möchte, ein Stück Wild West Flair mitnehmen. Auch der berühmte Saloon No. 10 macht in seiner alten Aufmachnung mit Sägespänen auf dem Boden was her. Aber … Deadwood ist nichts für „mit Kindern“, da ausschließlich alle Saloons, Bars und Restaurants gleichzeitig mit Slotmaschinen vollgestellt sind. Denn seit Ende 1989 ist in Deadwood Glücksspiel erlaubt. Nur das man in die Spielhallen oder Slotmaschinenhallen erst ab 21 rein darf. Schade, einige Lokalitäten hätte man meines Erachtens auch spielfrei gestalten können.

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Da Deadwood seinen Wild West Boom zum Goldrausch um 1876 erreichte, verwundert es nicht, dass man rund um den Ort alte Goldminen besichtigen kann. Das lassen wir uns natürlich nicht nehmen und tauchen für gut eine Stunde in die alte Welt der Goldgräber ein. Das muss ein harter Job gewesen sein. Für ein paar Gramm Gold am Tag 10 Stunden in engen Höhlengängen, bei nur 52°F. Das Ganze nur beleuchtet von einer Kerze. Kein Traumjob.

Natürlich versuchen wir nach der Tour durch den Berg selbst etwas Gold zu waschen. Gelingt uns sogar. Wir finden ein paar Mikrogramm Gold. Oder einen goldähnlichen Stoff. Wissen wir noch nicht so genau. Die Ausbeute wird noch vom hiesigen Goldfindungsbüro untersucht und wir wissen erst später, ob es für die Ranch mit Südweide reicht.

Wie immer: Bilder von Yannick.

Und unsere YAP News Tageszusammenfassung. Viel Spaß.

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