Badlands

av
109°F ist nicht mehr lauschig. 109°F ist definitiv zu warm. 109°F sind knapp 43°C. Immer noch zu warm, egal in welcher Einheit man das darstellt. Gut, es ist die bekannte trockene Hitze, wir haben zum Glück nur 11% Luftfeuchtigkeit. Aber wie ich es auch drehe und wende, es bleibt weiterhin zu warm. Dazu kommt der Wind. Man hat das Gefühl vor oder mitten in einem riesigen Fön zu stehen. Auch zu warm. Und so ging es heute in den Badlands National Park, ca. 90 Meilen östlich von Rapid City.

Der Name des Parks steht für genau das, was es ist: schlechtes Land. Zumindest für Landwirtschaft oder sonstigen Anbau. Das weiträumige Grasland ist von Steinhügeln durchzogen, die dem National Park sein charakteristisches Aussehen verleihen. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte der Badlands NP auch als das Death Valley durchgehen. Die gleichen Färbungen im Fels, ähnlich warm oder heiß. Death Valley in klein und mit mehr Gras. Die Felsformationen sind allesamt interessant anzusehen, aber längere Hikes, die eigentlich geplant waren, lassen wir bleiben. Die Hitze bei zwei kleinen Hikes, einmal um sich eine umfangreiche Fossilienansammlung anzuschauen und einer, um sich die sogenannten Windows in der Wall anzuschauen, treibt uns schnell wieder ins Auto.

20120719-200125.jpg

Wir sehen wieder ein paar Bisons, aber die kleinen putzigen Präriehunde, die hier eine eigene Stadt haben, verstecken sich bei der Hitze unter der Erde. Dafür sehen wir aus einige Entfernung zwei, schnell größer werdende Grasbrände, die zum Glück in entgegengesetzter Fahrtrichtung liegen. Uns kommen ein paar Feuerwehrwagen entgegen, und als wir später den Park Richtung Norden verlassen, scheint zumindest eins der Feuer schon wieder unter Kontrolle oder ganz aus zu sein.

Noch eine interessante Nebeninformation zum Badlands National Park: Hier wurde „Der mit dem Wolf tanzt“ von und mit Kevin Costner gedreht.

Auf dem Weg von Rapid City zu den Badlands liegt am nordwestlichen Eingang des Parks die Stadt Wall. Wall hat nur 818 Einwohner, beheimatet aber eine der bekanntesten Touristenattraktionen des mittleren Westens: Den Wall Drug Store. An sich eine alte Drogerie, um Pilgern und Pionieren das ein oder andere zu verkaufen, ist es heute eine kleine Touristenfalle. Aber wenn man sich drauf einlässt ist es durchaus sehens- und besuchenswert. Es wird zwar viel Schund und Nippes angeboten, aber durch das kleine Dorf zu schlendern und mal hier, mal dort zu schauen kostet nichts. Das Eis, welches sie hier in Wall anbieten ist weit über die Grenzen hinaus bekannt, und man ließt oft, dass es sich lohnt es zu probieren. Haben wir natürlich gemacht und für nur 4 Dollar bekamen wir jeder ein Eis mit zwei Geschmacksrichtungen, das ca. 10 große Eiskugeln ausgemacht hätte. Und geschmeckt hat es auch sehr gut. Die Jacke wurde im Übrigen nur als Requistite für den kurzen Filmschnipsel verwendet.

Wie immer: Bilder von Yannick.

Und unsere YAP News Tageszusammenfassung. Viel Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.