Sunset at the Grand Canyon – Von Sedona zum Grand Canyon

IMG_1147Von Sedona geht es über die US 89 nach Flagstaff und von dort weiter zum Grand Canyon. Die Strecke selbst bietet nur wenig wirkliche Höhepunkte, sieht man vielleicht von den wenigen Metern ab, die wir auf der altehrwürdigen Route 66 in Flagstaff gefahren sind. Zumindest herrschte auf den paar Metern verhaltenes Schweigen, um das Flair der Mother Road in sich aufzunehmen. Am Ende der Tour gibt es ja noch mal Gelegenheit die Route 66 zu befahren. Aber ehrlich gesagt, halte ich es mit der Route 66 wie Kishon mit seinen Schmetterlingen. Yannick meinte, man könne die Besonderheit der Route 66 nur erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man mit einem Motorrad unterwegs ist. Kann sein. Ich kann das leider erst beantworten, wenn die Midlife Crisis eingetreten ist, und ich meinen Motorradführerschein habe. Ich werde berichten.

Interessant fanden die Jungs noch, dass es kurz hinter Flaggstaff mit dem Arizona Snowbowl das beliebte Skigebiet (und das gar nicht mal so klein) liegt. Bei Temperaturen um die 30°C auch wirklich schwer zu verstehen, dass hier in ein paar Monaten wieder sehr viel Schnee liegt.

Auf der Fahrt konnte ich die beiden allerdings nicht dazu überreden eine Rapperkarriere als Rapper “Y” and Rapper “P” anzufangen. Alternativ schlug ich den Bandnamen “Heftpflaster” vor. Wurde aber abgelehnt. 1,34 Mio. Pluspunkte konnte ich damit erzielen, dass ich erklären konnte, warum Eminem Eminem heißt. Yay.

Gegen Mittag waren wir dann in Tusayan. Die letzte kleine Stadt vor dem Grand Canyon. Dort haben wir uns erst den “America the Beautiful” Pass besorgt. Für 80 Dollar kommt man ein Jahr lang in alle Nationalparks. Eine absolut lohnenswerte Ausgabe.

Kurz Zeit später standen wir dann am Rande des Grand Canyon. Und die Jungs hatten wirklich mal ein paar Minuten schlichtweg nichts zu sagen. Yan meinte, es hätte ihm die Sprache verschlagen. “Absolut geil. Atemberaubend.” Dann stand die Kamera nicht mehr still. Kenn ich. Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal hier war, erging es mir genauso. Und es ist immer wieder ein Erlebnis am Rande des Canyons zu stehen.

Jetzt sitzen wir gerade etwas weg vom Mather Point und schauen uns den Sonnenuntergang an. Die Sonne versinkt langsam in unserem Rücken und die Schatten im Canyon werden immer länger. Die zerklüfteten Hänge des North Rim, auf den wir schauen, schimmern in verschiedenen Rot-, Orange- und Gelbtönen. Die Wolken, die weit im Osten über dem Vermillion Cliff hängen, scheinen zu brennen. Es herrscht eine fast herrliche Stille, sieht man von Gesprächsfetzen ab, die der Wind vom Mather Point rüberweht.

Leider ist die iNet Verbindung hier mehr schlecht als recht, Fotos und News kommen unter Umständen erst verspätet.

8 thoughts on “Sunset at the Grand Canyon – Von Sedona zum Grand Canyon

  1. Gefühlt geht vom South Rim nur ein Klingeldraht in das weltweite Netz. Aber immerhin besser als nichts.

    Übrigens: Wenn ich mich richtig erinnere, dann liegt zwischen dem Wendys und dem IMAX ein kleiner Laden, der auch Frühstück anbietet. Das fanden wir damals ziemlich gut. Und preislich annehmbar :)

    • Yep. Immer noch da. Gehörte früher zur Red Feather Lodge und Frühstück ist eins der Besten. Tröstet über das nicht vorhandene iNet hinweg.

      Am Heliport hat man dafür besten Service.

  2. Sounds so amazing *sigh* :) I can only imagine but your description is captivating even through the translation! And…nice Eminem trivia ;)

    Enjoy!

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