Row, Row, Row Your Boat

Mit dem Cadillac auf dem Ichetuknee River.

2015 07 08 001Kurz hinter Fort White hat unser Auto auf einmal einen cw-Wert von 2,9. Auf dem Dach transportieren wir unseren Cadillac-Tube, der uns heute den Ichetuknee River runterbringen soll. Wir haben uns für den Cadillac entschieden, weil der Name für Exklusivität steht und man nebeneinander sitzen kann. Zudem bietet der Cadillac noch etwas Stauraum für Schuhe und Handtücher. Er soll auch sehr gute Wassertreibwerte haben und ist allgemien als Allrounder unter den Tubern angesehen. In meheren Tube-Foren wurde der Cadillac in höchsten Tönen gelobt und soll das ultimative Tube- Erlebnis bereiten. „Du wirst es nicht bereuen. Nimm den Cadillac.“ „Tubing als wie von Gott geschaffen.“ „Der Cadillac – Die ultimative Tube Maschine„. (Ok, der letzte war ausgedacht.) Allerdings wurde in keinem der Foren erwähnt, dass der Cadillac auf dem Dach den cw-Wert um ein paar mehr Punkte nach oben treibt. Auch sollte sich nachher herausstellen, dass der Cadillac zwar wirklich einen guten Wassertreibwert hat, aber immer in die falsche Richtung trieb und wir ein paar mal im Unterholz gestrandet sind. Lag aber vielleicht auch an der Gewichtsverteilung. Vielleicht hätten auf Pauls Seite noch Zusatzgewichte gemusst. Wir waren etwas rechtslastig, da ich Paul mal den Fahrersitz überlassen hatte. Ich glaub ich muss das mit dem Auftriebsprinzip noch mal nachlesen. Nun aber genug von den schweren Sachen, kommen wir zur Leichtigkeit des Seins.

Nachdem die Jungs vom Ichtekunee Tubing Center in Fort White den Cadillac fachmännisch aufs Dach gebunden hatten, ging es zum Südeingang des Ichetuknee Spring State Parks. Dort krabbelt man dann in eine Tram, die einen zu einem der drei Startpunkte fährt. Wir haben uns für die knapp 2-Stunden-Tour entschieden, da wir ja nicht wussten, was uns erwartet. Man läuft noch etwas durch den Wald und erreicht nach ein paar Minuten die Ablegestelle am Ichetuknee River. Der Fluss hat eine gute Strömung, glasklares Wasser und eine angenehme Temperatur von 72,6°F. Das sind so 22,5°C. Das auch mal gut so, denn somit ist der Fluss zu warm für Kaltblüter wir Krokodile oder Schlangen. Einzig Schmetterlinge, Libellen und ein paar Schildkröten die sich auf Baumstämmen sonnen, begleiten uns stromabwärts.

Wie Eingangs schon geschrieben, haben wir aufgrund der unterschiedlichen Gewichtsverteilung (Nein, Paul hing nicht in der Luft) erst ein paar Schwierigkeiten unseren Cadillac-Tube zu steuern. Nach 5 Metern hingen wir schon in einem Uferbaum fest, wurden aber durch Mittuber gerettet. Danke noch mal dafür. Nach einer Feinjustierung der Steuerung ging es danach fast ohne Zwischenfälle.

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Die Artikelüberschrift ist etwas irreführend. So richtig gepaddelt sind wir nicht, aber der Text passt schon, wenn man ihn etwas anpasst.

Row, row, row your boat,
Gently down the stream.
Merrily, merrily, merrily, merrily,
Life is (but) like a dream.

Die seichte Strömung des Ichetuknee Rivers führt uns flussabwärts. Vorbei an mit spanischem Mood behangenen Bäumen die uns kühlen Schatten spenden, mäandert der Ichetuknee River mal mit Rechts-, mal mit Linksbiegungen gen Süden. Sind wir bei der Anlegestelle noch mit vielen anderen Tubern im Wasser, zieht sich das Ganze über die Strecke auseinander und wir treiben relativ alleine gemütlich mit der Strömung. Ab und zu werden wir links oder rechts überholt oder wir überholen andere Tuber. Alles in allem lassen wir uns einfach treiben. Life is like a dream.

Ich wollte Paul noch eine andere Strophe beibringen,

Row, row, row your boat,
Gently down the stream.
If you see an alligator,
Don’t forget to scream.

aber das mit dem Alligator fand er dann nicht so gut. Vor allem, weil ihm vorher einer der Fische ans Bein geschwommen war, die sich hier und da im Wasser tummeln. Hatte ich wohl vergessen ihm zu sagen, dass es auch Fische im Wasser gibt. Unsere Fahrt dauerte dann etwas mehr als zwei Stunden, weil wir noch zwei unfreiwillige Stops einlegen mussten. Der eine Baum versteckte sich aber auch wirklich etwas unter der Wasseroberfläche und war vorher nicht zu sehen. Der etwas stärkere Tiefgang des Cadillacs an der Stelle trug auch nicht gerade zur Besserung der Situation bei. Ging erst wieder voran, nachdem Paul ausgestiegen war und uns wieder in die Strömung geschoben hatte. Sachen gibts.

Am Abend gewinnen wir noch eine Stunde, da wir kurz hinterTallahassee die Central Time Zone erreichen.

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