Jun 042012
 

MilesSo oder so ähnlich hat es der Reporter von MRN gestern Nachmittag ausgedrückt, nachdem der Motor des Toyota Camry von Kyle Busch den Geist aufgegeben hat und sich in seine Einzelteile zerlegte. Aussichtsreich unter den ersten Fünf liegend, gab es die Motorprobleme nach gut 200 Runden auf dem 1-Meilen-Oval von Dover und führte leider zum Ausfall von KB.

Auch sonst hat die Monster Mile ihren Namen wieder alle Ehre gemacht: Alleine 6 Wagen mussten mit Motorproblemen aufgeben und in der neunten von vierhundert Runden gab es einen Unfall Ausgang Turn 2, in den 13 Wagen verwickelt waren. Unter anderem auch Tony Stewart, der amtierende NASCAR Champion, der durch eine kleine Unachtsamkeit den Unfall auslöste. Dementsprechend zerknirscht zeigte er sich dann auch beim Interview, wo er sich zwar nicht ausdrücklich für den Unfall entschuldigte, aber sinngemäß sagte: “Da waren halt zwei Wagen zur falschen Zeit an der falschen Stelle.” So kann man das durchaus auch ausdrücken. Der Crash führte zu einer gut 20-minütigen Unterbrechung des Rennens. Da gut ein Viertel des Feldes in den Crash verwickelt war, gab es auch viel aufzuräumen. Bestimmt nicht sehr angenehm für die Fahrer, die die 20 Minuten in ihren Wagen in Turn 1 und Turn 2 verharren mussten. Der Rest des Rennens war wie wie immer sehr spannend und wurde nach gut 4 Stunden vollkommen verdient von Jimmy Johnson gewonnen, der das Rennen die gesamte Zeit eindeutig beherrscht hat.

 

Dover Spring 2012 #005

Dover Spring 2012 #006

Dover Spring 2012 #007

 

Dez 082011
 
And we can drive all night
Into the morning light
Let’s go west
It’s our ticket out of here
Yeah we can disappear
Let’s go west
And that painted sky was made for us
It’s everything we ever dreamed of
Let’s go west

- Let’s go west, Brooks & Dunn -

Kurztrip in den relativ nahen Westen, mit Grand Canyon als Hauptziel.

So blöd sich das anhören mag, aber ich muss dieses Jahr noch einmal fliegen. Durch eine kleine Unachtsamkeit meinerseits sind mir leider ein paar mehr Statusmeilen flöten gegangen. Naja, die sind nicht wirklich weg, sondern nur auf einem anderen Konto, wo sie mir nichts nützen. Alle freundlichen Nachfragen bei den beiden Fluggesellschaften haben nichts geholfen. Einmal festgeschriebene Meilen auf einem Meilenkonto bleiben da wo sie sind. Egal ob beide Fluggesellschaften der Star Alliance angehören. Ist halt so, und ich muss damit leben. So fehlen mir auf dem großen Meilenkonto schlappe 4000+ Meilen zu (m)einem Frequent Flyer Member. Erst hatte ich überlegt, ob ich so einen Status überhaupt brauche, bin dann aber zur Überzeugung gekommen, dass es sich auf jeden Fall lohnt. Die Vorteile und Vorzüge als Frequent Flyer überwiegen doch. Und da ich ja auch nächstes Jahr das ein oder andere Mal fliegen werde, ist es die Anstrengungen wert. Zumindest habe ich gelernt, dass ich besser viermal schaue, wohin die Meilen gebucht werden.

Also habe ich mich vor ein paar Wochen entschlossen, diese Jahr noch eine kleine Reise zu unternehmen, die durchaus stressig erscheint, mich aber in eine gewisse Hochstimmung versetzt, da ich gleich (wieder) am Rande des Grand Canyons stehen werde. Und das ist, um es mit zwei Wörtern zu beschreiben: Sehr geil.  Auch wenn sich das Ganze nach einem Luxusproblem anhört, hat die Reise noch einen weiteren Hintergrund: Yannick, Paul und ich sind schon mitten in den Planungen für die nächste Sommertour der Jungs. Eine der geplanten großen Schleifen könnte uns auf die Westtour führen, die ich vor ein paar Jahren schon mal gefahren bin. In etwas abgewandelter Form. Dazu würden wir von NY nach Phoenix fliegen, um von dort die Tour zu starten, die uns dann auch an den Grand Canyon und zu anderen Highlights führt. So werde ich diese Reise auch dazu nutzen, um das mal vorzuscouten. Na, wenn das mal kein treffendes Argument ist. Zusätzlich kann ich mich gleich mal um den Annual Pass kümmern, da wir den auf jeden Fall nächstes Jahr brauchen, egal für welche Tour wir uns dann entscheiden werden. Zu den Planungen rund um Sommer 2012 wird es demnächst bestimmt noch was zu berichten geben.

West2So geht es dann also gleich erst mal nach Phoenix. Durch den Hin- und Rückflug bekomme ich, wenn mir die Meilen auf dem richtigen Konto gutgeschrieben werden, einiges mehr als die benötigten 4000+ Meilen und sollte damit das Hauptziel erreicht haben. Auf dem Weg zum Grand Canyon will ich mir dann noch ein paar sehenswerte Landmarks wie den Montezuma Well, Sedona und den Oak Creek Canyon anschauen, bevor es dann über Flaggstaff nach Tusayan an den Rand des Grand Canyons geht. Das Wetter am Grand Canyon ist der Jahreszeit angemessen, tagsüber um die 4°C und Nachts mit -12°C geringfügig kälter. Aber, und darauf hoffe ich, wird oder soll die Luft klar sein. Das sollte für einige einige grandiose Ausblicke und sehr interessante Wanderungen sorgen. Auf dem Rückweg über Cameron will ich am Sunset Crater vorbei, der viel Landschaft verspricht, bevor ich mir dann Scotsdale nahe Phoenix anschaue. Zu einer Runde auf dem ansässigen TPC wird es so oder so nicht reichen. Da ist mir das Greenfee mit 299$ doch etwas zu exklusiv.

In und um Phoenix sind zurzeit lauschige 19-20°C die durchaus zu einer Runde Golf einladen, auf die ich aber zu Gunsten von Natureindrücken gerne verzichte. Da muss man vielleicht noch mal wann anders dieses Ziel ansteuern.

Mal sehen, was ich von der Tour berichten und zeigen kann. Ich bin gespannt.

Aug 262011
 

Fazit vor weg: Natur ist besser als Altkleidersammlung.

Von Cleveland aus geht es direkt bis Niagara Falls. Da der Besuch der Rock’n'Roll HoF nicht so lange gedauert hat wie erwartet, beschließen wir direkt nach Niagara Falls zu fahren. Als Option gab es noch ein Spiel der Cleveland Indians am Abend, aber da wir uns am Montag die Mets zu Hause anschauen, kam das nicht zum tragen. Ohne Hast und Eile haben wir es abends noch an die Niagara Fälle geschafft, und uns dieses einzigartige Naturschauspiel angeschaut. Von der amerikanischen Seite sieht man allerdings nicht so sehr gut, da die Fälle an einem vorbei stürzen. Man sieht die Fälle eher von “hinten” und besonders hoch sind sie mit 21m auch nicht. Von der kanadischen Seite hat man einen besseren Blick und kann auch die Fälle auf der kanadischen Seite besser sehen, die immerhin 58m tief fallen.

Niagara Falls #38Am zweiten Tag fahren wir denn auch rüber nach Kanada. Mal einen neuen Stempel in den Pass bekommen und mit so was kann man ja immer ‘nen bisschen angeben. Das Parken kostet auch nur schlappe 20$ für den Tag. Immer noch günstiger als in Key West, falls sich noch wer erinnert. Zunächst wollen wir die “Journey behind the Falls” mitmachen und denken erst an Nepp. Denn wir sind zwar unter den Fällen und hinter den Fällen aber mehr als zwei Öffnungen, an denen tosend das Wasser herunterstürzt, sieht man nicht. Ah … wieder so was wie die Altkleidersammlung gestern? Zum Glück nicht, wir hatten nur die falsche Abzweigung in dem Tunnelsystem genommen. Kaum geht man richtig, gelangt man auf eine Außenterrasse direkt neben den Fällen, und wird so richtig nass gemacht. Also mitnichten Nepp und absolut empfehlenswert. Sollte man, wenn man da ist, unbedingt mal mitmachen.

Auf der Uferpromenade weit oberhalb des Niagara River, ich schätze mal so ca. 60 Meter über dem Fluss ;), hat man eine super Aussicht auf die beiden Fälle, wobei der kanadische Fall größer und beeindruckender ist. Ist also doch nicht alles größer-weiter-höher-schneller im Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Auf der andere Seite der Uferstraße stehen Hotelklötze namhafter Hotelketten, die sich den Ausblick auf die Fälle bestimmt gut bezahlen lassen. Kann uns egal sein, ist es auch, denn wir wollen nach unten auf den Fluss und mit einem der Schiffe, die alle “Maid of the Mist” heissen, direkt an die Wasserfälle fahren. Ist ein Heidenspaß, und die beiden Jungs werden gehörig nass. Ich halte mich etwas im Hintergrund, einer muss ja Bilder machen, und entgehe weitestgehend der Gischt. Ganz gelingt mir das leider auch nicht, und ich bin froh, dass es Süßwasser ist. Getrocknetes Salz auf der Kamera wär’ vielleicht doch nicht so gut.

Und da ich heute ein bisschen schreibfaul bin, lassen wir lieber Bilder sprechen:

Von Yan.

Von Paul und mir.

Aug 222011
 

Cleveland … Home of the Indians (MLB) und Home of the Browns (NFL). Im Football nicht so erfolgreich, obwohl das Stadium der Cleveland Browns direkt am Lake Erie liegt, sind die Browns eher ein “zweitklassiges” Team. Die Cleveland Indians haben sich in den letzten Jahren wieder berappelt und können recht gute Ergebnisse aufweisen. Und, wer sich etwas in Baseball reinschauen will, dem sei der Film “Die Indianer von Cleveland” empfohlen. Ein sehr junger Charlie Sheen spielt dort einen kurzsichtigen Pitcher. Lustig anzuschauen, mit vielen Spitzen auf die Eigenheiten der Liga.

av<br /> Cleveland … ist aber auch die Heimat der “Rock’n'Roll Hall of Fame”. Und ab jetzt wird es schwierig: Müsste ich für den Eintritt von 44$ und die Corvette von Bruce und ein durchgeschwitztes Bühnengewand von David Bowie ala Ziggy Startdust in höchsten Tönen schwärmen? Könnte ich, würde aber schwerfallen und will ich auch gar nicht. Denn, so pralle war das nicht. Zum einen kann man nicht viel mehr sehen: Es gibt ein paar (mehr) Gitarren, wie z.B. von Slash oder Eric Clapton oder den Metallicern. Dann eine Vielzahl von diversen Bühnenoutfits z.B. von Bono, Angus Young, einen Strumpf von Elvis und 4-6 Kleider von Tina Turner. Ok, die Corvette vom Boss ist ein Highlight, und vielleicht auch das in Plastik eingeschweißte Stück Erbrochenes von Johnny Rotten, seines Zeichens Leadsänger der Sex Pistols. Super. Schade, man konnte keine Bilder machen, zumindest nicht in der Ausstellung.

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Irgendwie wollte und konnte der Funke nicht wirklich überspringen. Ich kann mit solch Devotionalien wie es scheint, nichts anfangen. Wobei ich ja (leider? ;)) zumindest einen kleinen Teil der Geschichte irgendwie mitbekommen habe. Sei es auch hauptsächlich “nur” aus BRAVO oder PopCorn.

So wird man also über 7 Etagen durch die R’n'R HoF “geführt” und ich hab mich dauernd gefragt: Kommt da noch was? Nö, kam nix mehr. Ausser vielleicht noch das in der 7ten Etage gezeigte Video von Shakira, anlässlich der Sonderausstellung “Women Who Rock”. Netter Hüftschwung. Muss ich zugeben.

So war denn auch das Video von Shakira und ein “Fleischkostüm” von Lady Gaga das Highlight für Yan. Paulchen konnte Nichts etwas abgewinnen. Die Schlümpfe brauchen noch etwas bis sie in die Hall of Fame aufgenommen werden, und “Die Atzen” haben u.U. doch die falsche Zielgruppe. Prost.

So bleibt nur zu sagen: Wer grad mal in der Nähe von Cleveland ist, ein – zwei Stunden Zeit hat, kann sich das gerne anschauen. Aber extra wegen der HoF in Cleveland vorbeizufahren … ich weiß ja nicht. Ausser, man möchte unbedingt mal die ultra scharfe Corvette von Bruce sehen.

Aug 212011
 

Das Wichtigste von heute: Kyle Busch hat gewonnen, es gab wieder ein G-W-C Finale, wir hatten einen super Tag und … wenn man immer nach Osten fährt, kommt man irgendwann im Westen an. So die philosophische Erkenntnis des Tages.

Und da Bilder mehr sagen als Worte, hier der Link zu Yans Bildern.

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Aug 202011
 

So ein Glück hätte ich auch gerne gehabt: Gleich bei ihrem ersten NASCAR Rennen bekommen die beiden Jungs alles geboten, was so passieren kann: Aufregende Double-File Restarts, einen spektakulären Dreher direkt vor uns, zwei heftige Crashs und ein Green-White-Checkered Finale. Awesome.

av<br />
Der Michigan international Speedway (MIS) liegt mitten in der Pampa. Nicht das Michigan, bis auf Ballungsgebiete wie Detroit oder Lansing, dicht besiedelt wär, hier herum ist noch weniger los. Als wir die Rennstrecke erreichen, hört man schon das Donnern der Cup Wagen, die ihr letztes Training absolvieren. Karten für heute hatten wir noch nicht, ist aber kein Problem, da es sich bei einem Truck Rennen quasi um die dritte Liga der NASCAR handelt. Die Rennen sind aber nicht wenig spannend als Nationwide oder Cup Rennen. Paulchen kommt gar kostenlos, Yan für die Hälfte des Eintrittspreises rein. So bezahlen wir nur 45$ und ich trauer ein wenig über die Ticketpreise von morgen. Egal. Wir bekommen sehr gute Plätze nahe Turn 3 und Boxengasseneinfahrt.

Die Jungs können es gar nicht erwarten, zur Strecke zu kommen. Unter den Tribünen herrscht ein infernalischer Sound, wenn die Wagen draußen auf der Strecke vorbeikommen. Durch die Stahlkonstruktion wird das Dröhnen noch verstärkt, und Paul bekommt seinen Mund gar nicht mehr zu. Man muss sich quasi anschreien, um sich überhaupt verständigen zu können. Wir sitzen zwar weit oben, aber ich möchte den beiden zuerst die Strecke ganz nah von unten zeigen. Der MIS kommt mir da zu Hilfe: Man kommt bis auf wenige Meter, an den Sicherheitszaun heran. Die Wagen fahren dann, wenn sie nah an der Wand fahren, direkt an einem vorbei, wobei man den Luftzug als leichten Schlag spürt, wenn ein Wagen vorbei rast. Sehr geiles Feeling, und beide sind begeistert. Yanni meint nur: “Hammer!” und Paulchen hat den Mund immer noch offen. Natürlich haben beide ihre Micky Mäuse auf, aber selbst dadurch ist der Sound so nah an den Autos gut zu hören und das Dröhnen der 8-Zylinder ist eh körperlich spürbar.

Oben auf unseren Plätzen angekommen, kriegen die beiden sich gar nicht mehr ein. “Super, Hammergeil, boh das geht ab …” dabei waren das “nur” ein paar Trainingsrunden der Cup Wagen. Was kommt da erst morgen, beim großen Rennen? :)

Das Truck Rennen ist sehr spannend und gleich nach 9 Runden gibt es den ersten Zwischenfall direkt vor unseren Augen: Die 22 dreht sich, angestoßen von der 9, spektakulär von der Strecke über den Rasen. Yan hat das super eingefangen. Im übrigen sind alle Rennbilder von ihm, und stehen auf seinem Flickr-Account.

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Zum Ende des Rennens gibt es noch zwei heftigere Multi-Car-Crashes die beide glimpflich verlaufen, aber für einige Aufregung sorgen. 5 Runden vor Schluss wird das Rennen wieder freigegeben, aber sofort wieder mit Gelb unterbrochen, da ein Reifen verloren geht. So kommt es zu einem G-W-C Finale, bei dem zum Glück nichts Heftiges mehr passiert und durch Kevin Harvick gewonnen wird. Nicht mein bevorzugter Fahrer, aber da Kyle Bush in der 69 Runde durch einen Motorschaden ausgefallen ist, schon ok, da er das gesamte Rennen mit vorne lag. Süß von Paul, dass er mich nach dem Ausfall von Kyle Bush “getröstet” hat, da ja “mein” Fahrer ausgefallen ist.

Morgen folgt das Rennen der großen Jungs und die Tipps hier im Motel lauten: Kyle Busch oder Junior oder Tony Stewart. Mal sehen, wird auf jeden Fall spannend, da der Chase immer näher rückt, und grade Junior und Tony Stewart noch Punkte gebrauchen können.