It’s a kind of magic …


The bell that rings inside your mind
Is challenging the doors of time
– Queen –

So … Heute nun wie versprochen der Bericht über, vom, aus, dem Magic Kingdom. Und ehrlich gesagt … nicht einfach zu schreiben oder zu transportieren. Klar, ich könnte jetzt einfach Punkt für Punkt aufführen, was wir 11 Stunden dort gemacht haben. Wobei, eigentlich müsste man nur 4 Stunden „beschreiben“, den Rest haben wir gewartet. Nein, ganz soooo schlimm war es nicht, obwohl es einem so vorkommt. Aber … es fällt mir nicht so leicht, und das liegt nicht daran, das die Eindrücke schon wieder einen Tag alt sind. Und ich mag auch nicht „nur“ den Reiseführer abschreiben. Frag mich eh, ob die teilweise von Disney gesponsert werden. Egal, anderes Thema. Ich werde auch nicht hingehen, und den Park beschreiben, den kann man sich gut im Internet anschauen.

Würde ich den Tag aus Pauls Sicht beschreiben, würden „Ahhhs“, „Ohhhs“, „Da. Gooooofy!“, „Cool“, „… da will ich nochmal mit fahren“, „Wie lange müssen wir noch warten?“ … ausreichen.

Paul sagte beim Feuerwerk am Abend:

„Das ist der schönste Tag in meinem Leben.“

Reicht das als Bericht aus? Ja? Ok… dann hör ich jetzt auf.

Klar, es freut mich, wenn Paul das sagt. Obgleich ich hoffe, das er noch viele schöne und vor allem viel schönere Tage im Leben haben wird. So wie „erster Kuss“, „erste Liebe“, „erste …. Autofahrt alleine“. (Alle die jetzt schmutzige Gedanken hatten… schämt euch.)  Ich bin sicher, es werden noch viele schöne Tage kommen.

Somit sind wir auch eigentlich schon beim Kern der Sache: Ja, es war ein schöner Tag. Alles in allem. Einer gewissen Magie konnte auch ich mich nicht entziehen, wobei ich doch finde, das vieles zu sehr hochgelobt wird. Ich weiß nicht, wer von euch Ephraim Kishon kennt. Er ist ein israelischer Satiriker und hat u.a. das Buch „Kishons beste Reisegeschichten“ geschrieben. Kann ich nur empfehlen, mal zu lesen. Wobei das kein Muss ist. In dem Kapitel „Rhodos – Das Tal der Millionen Schmetterlinge“ geht es um ein ödes Tal, aber jeder, der sich die Mühe gemacht hat, hinzuwandern, schwärmt allen anderen vor, wie großartig es war, und wie toll doch die Schmetterlinge sind. Nur… es hat noch nie jemand Schmetterlinge dort gesehen.

Ähnlich fühle ich mich bei „Magic Kingdom“, wobei der Vergleich mit Sichherheit hinkt. „Jeder“ sagt oder schreibt: „Magic Kingdom“ musst Du gesehen haben. Wenn Du nur einen Tag für Disney World hast, musst Du „Magic Kingdom“ besuchen. Alles andere taugt nicht. Nur „Magic Kingdom“ ist Disney World. Ich mag das so nicht unterschreiben und sagen oder „empfehlen“. Ja, es ist eine gewisse Magie vorhanden, die Dich einfangen kann. Es gibt auch „Schmetterlinge“ zu sehen. Ich würde aber niemandem sagen, da musst Du hin. Ich würde eher sagen … wenn Du Kids im Alter zwischen 3  und 10 hast, selbst ab und zu noch ein Kind bist, Erinnerungen aus Deinen Kindertagen erleben möchtest … geh hin. Wenn Du aber einen Vergnügungspark mit vielen Achterbahnen, neusten Shows, Thrills und anderen technischen Abwechslungen sehen möchtest … gib Dein Geld woanders aus. Für die Großen unter uns … ist es mE nur etwas, wenn sie sich zurückerinnern und ihre „alten Tage“ wiederbeleben möchten. Oder wenn sie die leuchtenden Augen der Kids sehen möchten.

Aber … dann doch in etwa Reihe nach …

Disney World – In der Tat eine Welt. Eine kleine Welt für sich, wie es scheint. Wir „wohnen“ ca. 10 Autominuten weg in Kissimmee. (Motel kann ich nur empfehlen, bei Interesse fragen.) Man muss schlupps auf die Interstate 4 und ein paar Minuten fahren, dann kommen schon die ersten Schilder, die einen nach Disney World weisen. Es gibt geschätze 12-22 eigene Abfahrten für die verschiedenen Ressorts. Alle sind über mehrspurige Autobahnen an die Interstate 4 angebunden. Die oder das Verkehrsleitsystem ist erste Sahne. Sobald man die I4 verlässt und Richtung Disney World fährt, scheint man wirklich in eine andere Welt zu kommen. Die Autobahnschilder haben eine andere Farbe, das Gras scheint irgendwie grüner und es ist alles sehr gepflegt und sauber … irgendwie einfach anders. Ohne Probleme gelangt man mit tausend anderen Anreisenden auf einen riesigen Parkplatz. Den man vorher mit 14$ bezahlt hat. Wir hätten aus dem Motel auch einen Shuttlebus nutzen können, aber der war mir zu unflexibel und zu spät. Mit Trams wird man dann vom Parkplatz zum Eingang gefahren. Nicht ohne midestens 12 mal darauf hingwiesen zu werden, das man im Parkinglot „Daisy“ steht. Sollte man sich besser merken, sonst wird’s am Abend schwer, das Auto wiederzufinden.

Schon am Eingang, vor dem Ticketcounter, wird uns das Warteprinzip nähergebracht. Man verbringt den ganzen Tag sehr viel mit warten und anstehen, und man kann wohl nicht früh genug dafür sensibilisiert werden. Vorteil dieser Warteschlangen … man kann sich alle paar Meter wieder mit den gleichen Wartenden unterhalten, die Dir dann auf der anderen Seite wieder entgegenkommen. So haben wir neben Amerikanern auch Franzosen, Kanadier und Deutsche kennengelernt. Ok, das ist leicht übertrieben, zumindest hier und da mal unterhalten haben wir uns. Warten verbindet und Gespräche oder Diskussionen mit Paul verführen Umstehende schon ab und zum schmunzeln.

Ticketpreise sind happig, aber das ist wohl jedem bewusst, der einen Disney-Park besucht. So durften wir dann für knapp 160$ „rein“. Die Diskussion, ob das gerechtfertigt ist, fang ich hier jetzt mal nicht an.

Wir hatten dann zwei Möglichkeiten zum „Magic Kingdom“ zu fahren. Entweder mit der Monorail, einer Art Schwebebahn, oder mit einem Dampfer über den vorgelagerten See. Wir haben uns für den Dampfer entschlossen. Erschien uns lustiger, auch wenn es länger gedauert hat. So konnten wir aber schon die Fahrt über das Dornröschen-Schloß bestaunen. Super.

Der Park selbst … war voll. *whoops* Ich hatte mich im Vorfeld versucht zu informieren, wann welcher Park am besten zu besuchen ist. Gibt da so einschlägige Seiten, die behaupten, das zB „Magic Kindom“ an einem Dienstag gut ist, und „Epcot“ am Sonntag. Was den „Crowded“-Part der Parks betrifft. Angeblich war  oder ist der Dienstag im „Magic Kindom“ als moderat bewertet. Also… wenn das moderat war, möchte ich nicht wissen, was dann „crowdy“ bedeutet. Ich fand es jedenfalls sehr voll, und das schon um 11 Uhr. Und es war wieder sehr warm. So um die 34°C im Schatten.

Ahh… noch was zu den Zeiten. Wir sind gegen kurz vor 10 gestartet. Nach dem Frühstück gleich los und waren gegen kurz nach 10 schon auf dem Parkplatz. Wie gesagt, wohnen gleich um die Ecke. Aber … Transport vom Parkplatz, anstehen am Ticketcounter, Transfer zum „Magic Kingdom“ dauern seine Zeit. Sollte man auch für den Rückweg bedenken.

Wir sind dann voll in die erste Parade des Tages gestolpert, und Paul machte riesige Augen und wollte gar nicht mehr vom Fleck weg. Das war irgendwie die Magie, die ich vorhin meinte. Hey… es sind „nur“ Figuren. Mickey und Minnie turnen angekettet auf einem Karnevalswagen rum, und die Kinder stehen mit offenen Mündern da und staunen. Einige Figuren laufen auf der Straße rum. A-Hörnchen und B-Hörnchen. Und klatschen mit High-Fives die Kids ab. Paul war sofort Feuer und Flamme und war enttäuscht, das ihn nicht jede der Figuren abgeklatscht hat. Das sind „nur“ Comic-Figuren. Was löst sowas aus? Also… diese Magie und dieses staunen und dieses „Da. Schau mal. Mickey!“ Awesome.

Wir haben dann den Park erkundet und Paulchen wusste gar nicht, wo er anfangen sollte. Viele Rides sind allerdings auch nichts für ihn, da er entweder schon zu alt oder noch zu klein für z.B. die Achterbahnen ist. Im Grunde gibt es im ganzen Park auch „nur“ drei echte Thrill-Rides. Etwas wenig, um Nervenkitzel zu erleben. (siehe oben). Ist also eher was für nostalgische Personen.

Es gibt allerdings für kleine oder/und mittlere Kids viel zu sehen und bestaunen. Wenn dann noch eine Fahrt in einem Rennauto, wo Paul selbst lenken und Gas geben durfte, dazwischen kommt, vergeht die Zeit wie im Flug. Diese „Rennstrecke“ haben wir auch als einzige Attraktion zweimal gemacht, weil Paulchen soviel Spaß dabei hatte. Sind so Rasenmähermotor angetriebene Autos, die quasi geführt selbst gesteuert werden können. Ok, es waren ein paar sehr wilde Lenkbewegungen dabei, aber der Arzt sagt, ich kann die Halsmanschette schon nächsten Mittwoch wieder abnehmen.

Wie gesagt verging die Zeit wie im Flug und Ruck-Zuck steht die nächste Parade an. Die wir uns nicht entgehen lassen „durften“. (Ok, ich hätte gekonnt). Mir taten nur die armen Jungs und Mädels in den Kostümen leid. Unter den Aufsteckköpfen müssen so >45°C herrschen. Hmmmm… rechtfertigt das jetzt doch die Ticketpreise??

Während der Parade(n) konnte ich die Zeit nutzen nen bisschen zu knipsen. Ja, ich sag mal knipsen. Ich hatte nur die Ritsch-Ratsch-Klick dabei, da ich nicht wusste, ob die ich die große Kamera hätte mitnehmen sollen. Im nachhinein hätte ich die gut mitnehmen können, aber ich hoffe auch mit der RRK sind gute Bilder dabei rausgekommen. Lustig fand ich zB das kleine Mädchen, das sich am Rande der Parade versuchte, etwas Abkühlung zu verschaffen. Mit einer Sprühflasche die mit Wasser gefüllt ist und oben drauf so einen Miniventliator hat. Ob’s was hilft? Oder die Essgewohnheiten … Chips + Coke + dicke Haxe. Lecker.

Zwischen den Paraden, dem anstehen und dem Befahren der verschiedenen Rides  (ich zähl jetzt nicht jedes Kinderkarusell einzeln auf, aber ich fand die „Mad Tea Party“ am besten), musste Paul immer wieder Bilder und Autogramme der verschiedenen Disney-Figuren haben. Er wollte aber kein Autogrammheft haben, also haben wir die Figuren kurzer Hand auf seiner Mütze unterschreiben lassen. Sieht gut aus, und ich glaub, er ist mächtig stolz drauf und fand es toll, das andere Kinder seine Mütze bestaunt haben.

So hat er zB jetzt ein Autogramm von Alice aus dem Wunderland. Hmmm… ich aber nicht ihre Nummer. Hätte ich doch den weißen Hasen spielen müssen? Egal.

Ohne jetzt auf die einzelnen Fahrgeschäfte eingehen zu wollen, eine Sache ist erwähnenswert. Das ist Mickeys Philharmonic. Ein IMAX 3D Film mit 4D Effekten. (Cooler Satz.) Also eigentlich dann ein 4D Film. Wobei die 4te Dimension darin besteht, das mit Wind, Wasser und Gerüchen gearbeitet wird. Donald klaut Mickeys Dirigierstab und bringt damit einiges durcheinander. Das zum Hintergrund. Dabei „fliegt“ er durch verschiedene Disney-Filme wie „Aladin“, „Das Schöne und das Biest“ etc. Und in Szenen, wo er zB auf einem fliegenden Teppich fliegt, fegt Wind durch das Theater. Oder er landet bei den auf einem Tisch mit Gebäck und möchte einen Apfelkuchen haben. Auf einmal ist im ganzen Theater Zimtgeruch wahrzunehmen. Das hat was.

Der Tag ging sehr schnell rum, und ich zolle dem Kleinen ob der ganzen Ansteherei und Warterei großen Respekt. Das hat er gut mitgemacht. Obwohl wir in ein paar Shops schon einige Diskussionen hatten. Sonst hätten wir jetzt nicht nur Pluto und Mickey als neue Mitreisende, sondern noch 27 andere mehr.

Die lustigste Szene hat Paul gemacht, als er in einem so einem Laden sagte:

„… nichts krieg ich.“

*Pause*

„Ich hab eine Oma, die immer Nein sagt.“
„Ich habe einen Opa, der immer Nein sagt.“
„Ich habe eine Mama, die immer Nein sagt.“

*kurze Pause*

„… und jetzt hab ich auch noch einen Papa, der immer Nein sagt.“

… und dabei total enttäuscht den Kopf schüttelte. Netter Versuch. :)

Ich hätte mich wegschmeissen können. Aber Goofy als Pirat fand ich jetzt nicht so dolle.

Den Tag abgerundet hat dann das wunderschöne, atemberaubende, spektakuläre Feuerwerk über dem Dornröschen-Schloß. Stark. Also… das können die hier. Feuerwerke. 15 Minuten mit Musik zu „Piraten der Karibik“. Ein 1A-Feuerwerk. Ohne weitere Worte.

Fazit: Ich hätte nach dem zweiten Absatz aufhören sollen zu schreiben. :)

Who’s the leader of the club
That’s made for you and me

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